Donnerstag, 19. März 2020

Neulich im Labor - Ein Fachgespräch


-              Guten Tag, mein Name ist Virus.
-              Angenehm. Vira.
-              Russwurm?
-              Nein. Normal. I statt e.
-              Virus und Vira. Sehr gut. Mach‘ ma ein Viron?
-              Pfui, Sie Schlimmer!  Sie gehen’s aber schnell an.
-              Tja, die Zeiten sind begrenzt. Wenn unsereins jetzt nicht schnell ist...
-              Ich hab‘ schon gehört. Sie sind ja in aller Munde.
-              Das auch.
-              Und das gibt Ihnen das Recht, übergriffig zu werden?
-              Wer nicht verkehrt, sich nicht vermehrt.
-              Was sind Sie denn von Beruf?
-              Pandemist.
-              Zukunftschancen?
-              Logisch. In Österreich möchte ich jetzt mein Epidem machen.
-              Wo?
-              In Ischgl. Oder vielleicht im AKH. Mich nimmt man überall.
-              Verstehe. Wegen der einschlägigen Vorkenntnisse.
-              Und nachweislich praktischer Erfahrung.
-              Wo sind’s denn her?
-              Keine Ahnung. Wahrscheinlich aus St. Corona.
-              Am Wechsel? Oder am Schöpfl?
-              Am Wechsel vermutlich. Einmal da und einmal dort.
-              Aha, Sie wechseln von einem zum andern.
-              Ja freilich. Ich bin praktisch auf jeder Party.
-              Eingeladen?
-              Wozu? Einladungen und ich sind übertragbar.
-              Ich habe gehört, Sie entwickeln sich schön langsam zur Geisel 
               der Menschheit.
-              Blödsinn! Die einzige Geisel der Menschheit ist die Menschheit selber.
-              Wieso gehen Sie nicht auf Tiere los??
-              Wozu? Menschen sind mit Abstand die leichtesten Opfer.
-              Mit Abstand?
-              Nein. Trotz Abstand.
-              Sie wissen aber schon, dass Sie verfolgt werden.
-              Na und? Alles, was im Lauf der Menschheitsgeschichte verfolgt wurde, 
               gibt’s nach wie vor.
-              Haben Sie keine Angst?
-              Vor wem?
-              Zum Beispiel vorm Wetter?
-              Die Wetterlage macht Kummer. – Aber a nur in der ZiB.
-              Ich habe gehört, Sie vertragen die Wärme nicht so gut.
-              Lächerlich. Es wird eh wieder kalt.
-              Aber nicht auf Dauer. Der Sommer wird kommen.
-              Na und? Da bin ich schon längst im kühlen Norden heimisch.
-              Sommerfrische sozusagen.
-              Ja. Bei frischem Sommer.
-              Sagen Sie jetzt ehrlich: Wie geht’s Ihnen so, wenn Sie überall 
               abgelehnt werden?
-              Man macht sich halt selbständig. Ich bin auf die, die mich ablehnen, 
               nicht angewiesen.
-              Ich finde schon. Wenn’s die nicht geben tät‘, hätten Sie keine Chance.
-              Bis es so weit ist habe ich noch jede Menge Spaß.
-              Bis es wie weit ist?
-              Bis es die, die mich ablehnen, nicht mehr gibt.
-              Und Sie glauben, Sie schaffen das?
-              Logisch.
-              Na ja, wenn Sie’s glauben.
-              Man glaubt so lange bis man dran glaubt.
-              Hoffentlich.
-              Wie meinen Sie das?
-              Es besteht Hoffnung, dass Sie eines Tages dran glauben.
-              Und dann?
-              Dann sind Sie weg. Fort. Ausgerottet.
-              No und? Kommt wer anderer.
-              Wer?
-              Hören oder lesen Sie keine Nachrichten? Erdogan, Trump ... 
               und etliche andere.
-              Geh bitte, so gefährlich sind die auch wieder nicht.
-              Na ja, wenn Sie’s glauben.
-              Ist doch wahr.
-              Meine Liebe – Ich bin momentan der Einzige, der diese Typen 
               im Griff hat.
-              Wieso?
-              Solange die mit mir beschäftigt sind kommen’s auf keine anderen 
               blöden Ideen.
-              Soll man Ihnen jetzt noch dankbar sein?
-              Warum nicht?
-              Sie sind ganz schön arrogant.
-              Arrogant nicht. Ich habe nur Macht über die Hilflosen. Das ist                             realistisch, nicht arrogant.
-              Und wie geht’s weiter?
-              Keine Ahnung. Schau ma, wie’s weitergeht.
-              Wie kann man Sie loswerden?
-              Mit Disziplin, Zusammenhalt, Demut und Hilfsbereitschaft.
-              Aber das hat doch noch nie funktioniert.
-              Eben!
-              Und das nützen Sie jetzt aus.
-              Irrtum. Dadurch wurde ich erst geboren.
-              .......
-              .......
-              Na dann ...
-              Genau. Bis dann !

Montag, 16. März 2020

Ja - Das kann man glauben.


Im Kurier Oberösterreich vom 15.3. 2020 geht aus einem Interview mit dem Infektiologen Wolfgang Graninger hervor, dass das Corona-Virus „nicht für China gedacht war. Es sollte in den USA ausgesetzt werden. Das ist die Rache der Chinesen an den Amerikanern. Leider ist ihnen das Virus zum chinesischen Neujahr ausgekommen“.

Ok – das kann man glauben.

Allerdings – dass ein unscheinbarer Infektiologe über geheimdienstliches Insiderwissen der Chinesen verfügt und ungestraft ausplaudert ohne wegen Hochverrats gemeuchelt zu werden - das alles irritiert mich ein bisschen in meinem Glauben.

Da käme es mir doch logischer vor, dass der infektiologische Aufdecker einen nicht weit entfernten, befreundeten Virologen aus Hallstatt decken möchte, der möglicherweise ... also ... nur jetzt einmal angenommen ... mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ... nun ja ... so ein Bus mit abfahrenden China-Touristen wäre schnell kontaminiert.
Ist es nicht auffallend, dass seitdem nicht mehr 50 Busse täglich nach Hallstatt kommen und den Ort mit Chinesen überschwemmen, sondern nur mehr 15 Busse?

Das kann doch kein Zufall sein. Wer die Tatsachen kennt kann auch Schlüsse ziehen, oder?

Unbedarfte Wissenschaftler vermuten hingegen, dass das Virus von Tieren auf Menschen übertragen wurde, also z.B. von Fledermäusen auf Schlangen und auch auf Affen. 
Es kann kein Zufall sein, dass nun den Menschen in Tirol, die seit Jahrzehnten permanent durch Schikursgruppen mit dem Lied „Die Affen rasen durch den Wald“ konfrontiert wurden, ab sofort jeglicher Aufenthalt im Wald verboten wurde.
Das sieht stark nach logischer Konsequenz aus.

Dennoch fehlt mir hier der politische Aspekt.

Da nämlich die chinesische Wirtschaft die russische zu überholen droht, wäre ein geheimer russischer Virenanschlag denkbar, der schon seit Jahren geplant und besprochen war. 
Sollte man nicht in diesem Zusammenhang die restlichen 7 Stunden des Ibiza-Videos genauer durchforsten, wo immerhin der österreichische Weltpolitiker Strache in Geheimmission mit russischen Magnaten die politische Welt wieder ins rechte – jawohl, ins rechte – Lot bringen wollte?

Das darf man doch alles nicht vergessen!

Darüber hinaus habe ich schon längst aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass hinter dem Ganzen die jüdische Weltverschwörung steckt. Was soll ich also nun glauben?

Die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte. Es kann also nur so gewesen sein:

Der Affe eines jüdischen Chinesen hat auf Anweisung von Strache einen russischen Bus in Hallstatt kontaminiert, um die Amerikaner zu ärgern. 

So war's!

Wie dem auch sei – das Virus hat auch positive Auswirkungen.

Die Menschen rücken wieder zusammen, obwohl sie sich nicht mehr die Hand geben dürfen. Vielleicht auch gerade deshalb.
Ehrlich – es wurde ja schon immer lästiger, jedem Trottel die Hände schütteln zu müssen, nur weil „es sich so gehört“. Dieser scheinheilige Zwang fällt nun weg.

Und die Seitenblicke-Bussi-Gesellschaft soll sich gefälligst wo anders abschmusen – am besten in Quarantäne.
Dort wollen einfache, arbeitende Menschen sowieso keinen Zugang haben, damit die Stammtische nicht austrocknen.

Alles pendelt sich ein.

Die Grenzen sind dicht, Ausländer sind kein Thema mehr, vor den gestörten Nachbarn ist man sicher, jeder kann endlich für sich alleine bleiben.

Stubenhocker mit Hang zur Frischluftabstinenz haben eine Ausrede und können endlich militanten Freizeitaktivisten (also ihren Frauen) wissenschaftlich fundiert Paroli bieten.

Schüler und Studenten sollen sich gefälligst selbst um ihren Scheiß kümmern und selbständig werden, Helikopter-Eltern dürfen ihre Früchtchen nun rund um die Uhr am Hals haben, Shopping-Exzesse kann man getrost als Überlebens-Aktionen tarnen – und die Politiker erweisen sich endlich als Menschen wie du und ich, denn ihre Immunität schützt vielleicht vor Korruptionsstrafen aber nicht vor einem Virus.

Auf wen und worauf soll man also jetzt noch schimpfen?

So gesehen: Eine bittere und harte Zeit liegt vor uns. Statt gegen Feindbilder müssen wir nun gegen einen einzigen Gegner kämpfen - gegen ein unsichtbares Virus.

So ein Orschloch ... ein teppertes ...

Macht sich hier breit, kann nicht einmal Deutsch und nimmt uns die Arbeitsplätze weg! Man kann es weder einsperren noch abschieben und – besonders perfide! – es sorgt dafür, dass wir ausländisches Pflegepersonal brauchen - und auch die ausländischen Arbeiter in den Lebensmittellagern, die 24 Stunden hackeln, damit wir die Beamtenforellen, das Bier und ausreichend Häuselpapier horten können, um unsere animalischen Grundbedürfnisse abdecken zu können: Fressen, Saufen und Scheißen.

Darum sage ich: Viren raus aus Österreich! Sonst .... äh ... ja, was eigentlich? ...

Sonntag, 5. November 2017

Überfälliges Geständnis

Rechtsruck in ganz Europa, weltweit Kriege und Flüchtlingsdramen, religiöser Wahn, Terror, psychisch Kranke, die ihre Familien ausrotten, Verharmlosung  oder Abstreiten des Klimawandels, Hass, Gewalt, Lügen in Netzwerken – und ...
Peter Pilz.

Da wir die großen Bedrohungen nicht lösen können springen wir eben auf den Zug der Hysterie auf. 
Darf man es eigentlich aussprechen? Darf man sagen: 
Wenn sich heute eine Frau in einem kleinen Ort am Land darüber aufregt, dass sie beim Feuerwehrfest von einem widerlichen Typen blöd angemacht wurde, so hat sie‘s am nächsten Wochenende bei der 11er-Messe gleich mit einem ganzen Schippel widerlicher Typen zu tun, die blöd daherreden. 

Darf man das laut sagen? Auch wenn es so ist, auch wenn jeder weiß, dass das die Wahrheit ist?

Wenn sich ein Mädchen gegen besoffene Machos wehrt, wird es diskriminiert und vielleicht sogar begrapscht,  ein  Bursch, der sich gegen widerliche Stänkerer wehrt, ist sowieso kein richtiger Mann und kriegt eine in die Goschen.  
So ist das.

Und jetzt reden alle plötzlich über den Peter Pilz.

Der hat – angeblich – im Suff eine Zechgenossin belästigt. Die kommt dann darauf, dass es ihr unangenehm war, beklagt sich und verlangt aber ausdrücklich, dass der Pilz das nicht erfahren soll. Sie will anonym bleiben und hofft, dass keiner was sagt. Trotzdem taucht die Geschichte plötzlich in der breiten Öffentlichkeit auf. Sind wir nun endgültig im Kindergartenland angekommen?

Es gibt bis heute keine konkrete Anklage aber bereits ein Urteil. Und das ist der eigentliche Skandal. 
Wer sich wehren will muss sich stellen – sonst wird’s ein Kinderspielchen nach dem Motto: Ich weiß was, aber ich sag’s nicht - das werden hoffentlich andere für mich richten.

Das Netz ist voll von Behauptungen, auf die sich Millionen von Laienrichtern stürzen – weil, „es hätt‘ ja sein können!“

Ja, hätt‘ sein können. Vieles hätt‘ sein können.

Auch Menschen, die sich nicht als primitive Machos einschätzen, kann es treffen. Ab wann etwas als „lästig“ empfunden wird ist so was von individuell, dass auch Missverständnisse passieren. 

Wenn im Alkohol die Hemmungen fallen und einer glaubt, Frauen wollen keine Männer, die leicht aufgeben – schwuppdiwupp – liegt trotz Abwehr, also "Zierens" der Angebeteten, die Hand schon am falschen Knie und müsste in einer öffentlichen Zeremonie Jahre später als Corpus Delicti abgehackt werden.

Kann sein.

Alles kann sein, denn unsere Gesellschaft ist nun einmal dekadent – ob Männer oder Frauen.

Man kann mögliche Szenarien auch satirisch überspitzen:

Tagtäglich werden Frauen von Ärzten begrapscht und können nicht feststellen, ob das nun medizinisch notwendig war oder nicht. Wer weiß, was in diversen OP-Sälen passiert, wenn Frauen mittels KO-Spritzen gefügig gemacht wurden?

Wann werden endlich Lehrer und Lehrerinnen öffentlich eingestehen, dass sie permanent Kinder missbrauchen – Mädchen und Buben?

Das Geständnis muss lauten:

„Ja – alle Bemühungen, auf Kinder- und Frauenrechte hinzuweisen, zielten darauf ab, dass unsere Zöglinge später einmal  imstande sind, sich etwaigen Nebenbuhlern zu verweigern. 

Wenn wir ein „gedeihliches Miteinander“ anstrebten, so war das nur nur ein Vorwand, um die nötige Vertrauensbasis für Gruppenmissbrauch zu schaffen.

Normalerweise hat man seine Arbeit zu hassen – wir aber lieben sie. Und das ist wohl das untrüglichste Zeichen für unsere Verderbtheit und Täterschaft!

Abgesehen davon, dass wir täglich von den uns Ausgelieferten verlangen, uns zu huldigen, gefügig zu sein und schriftliche Bekenntnisse abzulegen , treiben wir sie in schwachen Stunden in Laufsäle und Turnhäuser (was wohl zu verräterischen Wortspielen verleitet).

Dort zwingen wir sie in die Knie und befehlen ihnen, sich auf weichen Matten lasziv zu räkeln. Auf eine Rolle sollen sie sich vorbereiten – aber welche Rolle da gemeint ist, das wissen die Kleinen noch gar nicht.
Und dann müssen sie auch noch selbst ihre Matten wegräumen – der Gipfel an Erniedrigung!

Als Schiedsrichter bei Ballspielen ahnden wir Fouls und Berührungen je nach Eifersuchtsgrad und achten insgesamt darauf, dass diese jungen, stählernen Körper für uns unversehrt bleiben.

Wir stellen Reck und Barren auf, einerseits, um die Geschmeidigkeit des Beckens zu trainieren, und andererseits, das Begrapschen als „Hilfe geben“ tarnen zu können.

Es gibt sogar eigene „Betatschungs-Seminare“ als Fortbildung, wo die besten Griffe und Stellungswechsel beim Einsatz einschlägiger Geräte gelehrt und vertieft werden.

Keinen interessiert, ob den Mädels und Buben angenehm ist was wir tun.-  Ist es nicht. Sie sagen es eh immer wieder und wollen sich wehren – aber wen kümmert’s? Und das ist gut so.

Und auch Ihr sagt bitte nichts weiter.

Denn wenn sich die Wahrheit herumspricht würde ein Scheißwind (Shitstorm) entstehen und der Herr Pilz kann sich entspannt zurücklehnen. Und das wollen wir ja nicht, wenn er schon so schön essfertig am Tablett liegt.


Der Überlebenswille befiehlt: Wenn du vor einem Abgrund stehst gibt es nur eines: Zurücktreten.

Sonntag, 4. Dezember 2016

Plattform zur Wahlanfechtung - Teil 2

Mein Aufruf trug Früchte.

Die wahren Intellektuellen dieses Landes haben es sofort erkannt: Auch diese Wahl wurde geschoben und es ging nicht mit RECHTEN Dingen zu. Nicht einmal der Facebook Rädelsführer H.C.S. will das erkennen.

Dabei ist doch alles ganz klar:

Vor einigen Wochen schon hatte der Kandidat Hofer persönlich die Auslandsösterreicher per Massen-Mails gebeten, an dieser Wahl teilzunehmen. Damit waren selbstverständlich nicht die Wähler für den Gegenkandidaten angesprochen. Ich meine - so etwas kann man sich doch denken! Dieses absichtliche Missverstehen einer legitimen Bitte ist eindeutig Intelligenz-Mobbing!

Aufgebrachte Bürger weisen auf gravierende Mängel in der Wahldurchführung hin:

Herr Erwin P. aus Ziersdorf-Radlbrunn weiß, dass verschiedene Chöre bundesweit das Lied „Wie grün sind schon die Wähler“ angestimmt hatten. 
Dabei sangen einige ältere Damen so falsch und schrill, dass so mancher aufrechte Recke betört schien vom eindringlichen Heulen der Sirenen und wie von Sinnen die Wahlzone verließ ohne gewählt zu haben. Auf diese Art wurden österreichweit 70 000 Establishment-Opfer gegen ihren Willen zu Nichtwählern.
Herr Erwin P. meint, wenn er das gewusst hätte, wäre er selber zur Wahl angetreten. Da hätte sich das niemand getraut.

In Ziersdorf selbst spielte die örtliche Blasmusik neulich „Alexander’s Ragtime“. Aber das wird ein Nachspiel haben – und zwar zackig!

Herr Adi H. aus Braunau schreibt: „Unser Wahllokal schloss um 12 Uhr. Ich und meine getreuen Kameraden hatten die Nacht davor den Sieg der gerechten Sache vorgefeiert und erwachten erst durch die Mittagsglocken um 1 Minute nach 12. – 
Statt eines unserer wichtigsten Häuser abreißen zu wollen hätte man die Kirchturmglocken auf 11 Uhr vorstellen können – aber der destruktive Widerstand des Klerus verhinderte das Erwachen unserer geschafften Burschen. 
Kleine Reformideen zum Schutze auf-rechter Trinker werden so brutal blockiert und eine hochprozentige Minderheit ausgegrenzt!“

Frau Klara Obstler aus Glaubendorf am Kniefall  schreibt mir in stiller Verzweiflung: „Ich weiß was ich weiß. Es ist alles furchtbar!“
Solche Aufschreie sind ein letztes Aufflackern unserer Demokratie. Endlich weiß jemand etwas und wird einfach ignoriert.

Aber diese Menschen sind die Hoffnung für die nächste Nationalratswahl. ..

Plattform zur Wahlanfechtung

Diesmal wollte ich es genau wissen und begab mich auf die Plattformen diverser Städtezüge, um Österreich mit dem Ziel zu durchreisen, eventuelle Ungereimtheiten und Verfehlungen während der Bundespräsidentenwahl zu entdecken.
Die Beobachtungen waren haarsträubend!

In einem kleinen steirischen Ort lief ein Hund durch das Wahllokal - die Schnauze zugebunden und mit einem Taferl am Rücken, wo zu lesen war: "ICH MÖCHTE BELLEN !"
Das ist eindeutige Wählerbeeinflussung!

In Wien entdeckte ich eine Person, die im Sprengelbereich mit einem Hofer-Sackerl auf und ab ging, wo das Firmenemblem durchgestrichen war. Diese Person war noch dazu wegen des kalten Wetters vermummt, was auf eine linkslinke Chaotenaktion hindeuten könnte.

Mehrere Tiroler Ortschaften setzten keine Schneekanonen in Betrieb, um die Wahllokale in einer grünen Kulisse zu belassen. Da steckt die gesamte Fremdenverkehrslobby dahinter und es wird Aufgabe des Verfassungsgerichtshofes sein, die Frage abzuwägen: Wie hätten die Wähler gestimmt, wenn die Hänge weiß gewesen wären?

Vor Jahren bereits wurde einer linkslinken Künstlerin der Literaturnobelpreis verliehen. Das beweist, dass wahlbeeinflussende Einmischung des Auslandes schon von langer Hand geplant war!

In keiner einzigen Pfarre des ganzen Landes wurde nach dem geistlichen Schlusssatz "Gehet hin in Frieden" der Satz "So wahr mir Gott helfe!" angefügt. Damit wurde der auf vielen Plakaten dokumentierte sehnlichste Wunsch des größten Märtyrers in unserem Lande einfach totgeschwiegen.

Die Kälte in unserer Gesellschaft manifestierte sich auch mit der Tatsache, dass ca. 53% der Wahlberechtigten einen Menschen ignorierten, der laut amtlichen Bescheides wegen eines tragischen Unfalles erwerbsunfähig geworden war. Stattdessen berücksichtigte man einen elitären Theoretiker, der sein ganzes Geld für Rauchwaren ausgibt.

Wenn euch, liebe Leser, noch weitere Anfechtungsgründe bekannt sind, so meldet euch bitte. Es kann ja nicht sein, dass jetzt die Kleber der Wahlkarten zwar halten aber plötzlich die darin enthaltenen Wahlzetteln falsch ausgefüllt wurden!

Zum Abschluss noch mein letztes literarisch-lyrisches Werk:

Bei uns daham
is alles lahm.
Wollt ihr an Wickel,
vertraut eurem Kickl!

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Gewissenserforschung zur Wahl

.)  Muss man beim Wählen den Kandidaten, den man gar nicht mag, kreuzweise durchstreichen?
Wer diese Frage mit „Ja“ beantwortet sollte unbedingt wählen gehen, denn er kommt ja nur für einen der beiden Kandidaten in Frage und dann passt’s wieder!

.)  Wer nicht dauernd irgendwas über die alte Nazizeit hören möchte, der darf keinen Burschenschafter wählen, denn die beschäftigen sich am liebsten mit diesem Thema!

.)  Wer das Wort „Elite“ als Bedrohung empfindet, der sollte erst im Wörterbuch nachschauen und sich dann vorstellen, ob er bei der Wahl statt eines mickrigen Kreuzerls fehlerlos den Satz hinschreiben könnte: 
„Ich weele den Hern ............ zum Puntespresitenden.“  -
Wer das mühelos schafft ist berechtigt, einen der beiden Elite-Kandidaten zu wählen.
Wer es aber nicht schafft, der muss sich weiterhin sein Leben lang vor Gebildeteren fürchten und könnte im Internet weiterschimpfen statt zur Wahl zu gehen.

.) Wenn dir Alter und Aussehen der Kandidaten am wichtigsten sind, so schreibe einfach deinen Idealkandidaten dazu – z.B.:  Sisi, Donald Duck, Kim Kardashian, Reinhold Lopatka oder Kaspar Hauser.

.)  Wenn dir keiner der beiden Kandidaten sympathisch ist, dann sei  froh, dass nicht Ursula Stenzel auf dem Zettel steht und  treffe schnell eine Entscheidung bevor es so weit kommen könnte.

.)  Wer Herrn Kickl für einen sportlich fairen Fußballer hält darf keinesfalls zur Wahl gehen!  Erst sollte man durchschauen, wer und was der Herr Kickl wirklich ist!

.)  Wer wieder so hinterfotzig sein möchte und bei Bedarf (je nach Wahlergebnis) im Nachhinein die Wahl anfechten möchte, der vergisst vorerst einmal in der Wahlzelle einen Werbekugelschreiber eines der beiden Kandidaten.  
Das jeweils vertraute Mitglied der Wahlkommission könnte diesen Fauxpas nach Stimmenauszählung dann aufdecken oder nicht. 
Dir kann man sowieso nichts nachweisen und dem Mitglied der Wahlkommission passiert eh nix (wie nach der letzten Wahl zu sehen war).

.)  Wer in Facebook mit H.C.Strache befreundet ist sollte statt zur Wahl noch einmal in die Schule gehen. - Obwohl das bei unserem Bildungssystem .....  na ja, das ist aber eine andere Geschichte.

.)  Wer der Meinung ist, dass Anspruch auf Pflegegeld, Mindestsicherung u.s.w. menschliche Grundrechte sind, der sollte auf diese Wahl verzichten und statt dessen die amerikanische Staatsbürgerschaft anstreben.

.)  Wer formal wahlberechtigt sein darf ist noch lange nicht wahlfähig. Das eine hat mit dem Alter zu tun, das andere mit Verstand. Leider erreicht man nur ersteres automatisch.


.)  Wer dem allen bis jetzt vollinhaltlich folgen konnte, der sollte frohen Mutes und reinen Gewissens zur Wahl gehen!

Dienstag, 22. November 2016

Es tickt ...

Wenn wer auf der Straße geht, einem vorbeitappsenden Hund einen Fußtritt verpasst und gebissen wird, so wird der Hundebesitzer verklagt, weil der Hund keinen Beißkorb hatte.
So tickt unsere Gesellschaft.

Als vor einigen Tagen der ORF erstmals über das Gewaltvideo von Jugendlichen berichtete, wurde erwähnt, dass dieses Video an die 3 Millionen Mal angeklickt wurde und aus dem Netz nicht zu löschen ist. Jetzt entrüstet sich der ORF darüber, dass es über 5 Millionen Klicks gab. No na. Erst darauf aufmerksam machen und sich dann aufregen, dass über 2 Millionen neugierig geworden sind.
So tickt der ORF.

Ich persönlich habe dieses Video nicht angeklickt. Warum?
Weil es mich nicht interessiert.

Gewaltvideos sind seit Jahren alltägliches Thema für Polizei, Schule und andere Institutionen.
Was passiert, wenn ein Lehrer so etwas bei der Staatsanwaltschaft zur Anzeige bringt? 
Die Eltern und auch noch alle anderen möglichen Leute (Psychologen etc.) würden sich über den Lehrer stürzen, weil er dumme Jugendliche gleich kriminalisiert.
Was passiert, wenn ein Lehrer Cybermobbing seiner vorgesetzten Behörde meldet? Nichts. 
Ihr glaubt gar nicht, wie oft ich von Vertretern diverser Institutionen (Jugendamt, Polizei, Schulbehörde, Psychologen etc.) bei solchen und ähnlichen Hinweisen auf Handlungsbedarf den Satz gehört habe: „Na und? Was sollen wir jetzt tun?“
Wer Missstände meldet ist lästig.
Die einen sagen: „Das hat mit der Schule nichts zu tun“, die anderen sagen: „Schuld sind die Lehrer.“
So einfach tickt unser System.

Vor etlichen Jahren, nämlich genau am 16.04.2002, berichtete der ORF über die Zerschlagung eines Kinderpornoringes und zeigte mehrmals deutlich die Webadresse einer unzensurierten Kinderpornoseite. Meine damalige Chefin überzeugte sich davon und verfasste eine schriftliche Beschwerde an den ORF. Der ORF schrieb zurück.
Hier ein Teil dieser Antwort der zuständigen ORF-Redakteurin, nachdem sie die Verantwortung auf das Bundeskriminalamt schob:
„Außerdem möchte ich anfügen, dass Pädophilie eine Krankheit ist und solche Seiten sicher nicht zum Spaß besucht werden. Sollten trotzdem der ein oder andere Schüler auf diesen Seiten surfen, dann passiert das wahrscheinlich nur einmal – die Seiten sind für gesunde Menschen eher abstoßend als anziehend.“
Hört hört – so ist das also!
Warum zeigt der ORF jetzt das Gewaltvideo nicht zur Gänze? Man beteuert, es wäre zu abstoßend.

Und überhaupt - Das Internet ist Teufelszeug.
Fernsehen war es auch. Und das Telefon sowieso.

Die Jugend muss beschützt werden.
Ich sage: Nein, muss sie nicht.

Jugendliche machen Blogs, stellen ihre Kreationen auf You Tube, sind produktiv, kreativ, innovativ, konstruktiv und sind stolz darauf, dass alles, was sie ins Netz stellen, auf ewig dort bleibt. Sie sind Zukunft. Sie ticken.

Und wie ticken die Jugendlichen, die Gewalt ausüben? Eine Psychologin sagt unter anderem, dass da im Elternhaus zu wenig Liebe war.
Ja eh! Wir wissen es.

Es gibt viele Gründe und Ursachen für Gewalt. Tatsache ist aber auch, dass viele Menschen unter ebenso schwierigen Umständen aufwuchsen und trotzdem nicht gewalttätig wurden, weil sie selbst an sich gearbeitet und gesellschaftliche Regeln akzeptiert haben.
Ständig als erklärbares Opfer durch die Gegend laufen kann wohl nicht die Lösung sein. Wo bleibt die Eigenverantwortung?

Genau das frage ich mich auch angesichts der boomenden Hasspostings, die aus der vermeintlichen Anonymität heraus von Menschen mit Gewaltfantasien verfasst werden. An diesem Phänomen kann man sehen, wie wenig Eigenverantwortung unsere Gesellschaft zulässt, bzw. einfordert.

Wer sich zu einem Bienenstock setzt könnte gestochen werden.
Wer einen Hund tritt könnte gebissen werden.
Wer sich in einer gewalttätigen Clique umtut, der könnte selbst Ziel von Gewalt werden. Schließlich hat man sich mit Gewalt arrangiert –  solange man sie nicht selber spüren muss.
Wer sich spätnachts in dunklen Gassen herumtreibt könnte auf böse Menschen treffen, die zumindest grapschen oder gar herhauen, stechen oder schießen.
Das ist nichts Neues, das war immer schon so.
Zu wissen wo man hingeht ist wohl die einfachste Übung für Selbstverantwortung.

Lies einmal die Gebrauchsanweisung für einen dämlichen Toaster und du wirst erkennen, für wie blöd man dich hält. Die Firma will nicht geklagt werden können, wenn du statt Brot die Finger in das Gerät hältst.
Man geht schon von vornherein davon aus, dass keiner mehr Selbstverantwortung hat.

Aber aufregen darf man sich noch. Wir sind schließlich in einer Demokratie.

Da wollen z.B. die, die nichts haben, dass andere, die auch nichts haben, noch weniger kriegen sollten.  Was würde denen dann bleiben außer Gewalt?
Egal – wir haben es ja schon immer gewusst, dass die Ausländer gewaltbereit sind und keine Mindestsicherung verdienen.
Wir sind aufrichtig erbost.

Die USA macht es uns täglich vor.
Ein Land, wo es praktisch NUR Ausländer gibt - weit und breit ist kein Indianer zu sehen – blüht die Gewalt.
Gehe in die Bronx und beklage dich, dass du in deinem Land zu wenig Mindestsicherung kriegst - und du hättest eine in die Schnauze, dass du das Wort „Mindestsicherung“ nicht einmal mehr zischeln könntest.

Stattdessen sitzt du im geförderten Gemeindebau, schreibst Hasspostings gegen die Regierung, die Lehrer, die Ausländer, die Gutmenschen, die gewalttätige Jugend und überhaupt gegen alle.
Und wählen tust du genau die, die dich immer schon abgezockt und mit großmauligem Radau und Verbalgewalt magisch angezogen haben, weil sie dich glauben lassen, du seist wer.

So tickt Gesellschaft.

Bei uns.
Woanders geht’s ums nackte Leben.

Da ticken nämlich die Bomben und Hunde haben generell keinen Beißkorb.